Erklär mir die Welt
#399 Erklär mir Chemie, Mai Thi Nguyen-Kim
Episode Summary
Als ich mich auf das Gespräch mit Mai Thi Nguyen-Kim vorbereitete, merkte ich: Ich weiß genau gar nichts mehr über Chemie aus der Schule. Was für ein Fehler! Es ist faszinierend, wie viel man über unsere Welt durch die Brille der Chemie verstehen kann, ob das Kochen, Kaffee oder warum Furze riechen. So eine coole Aufnahme.
Episode Notes
Als ich mich auf das Gespräch mit Mai Thi Nguyen-Kim vorbereitete, merkte ich: Ich weiß genau gar nichts mehr über Chemie aus der Schule. Was für ein Fehler! Es ist faszinierend, wie viel man über unsere Welt durch die Brille der Chemie verstehen kann, ob das Kochen, Kaffee oder warum Furze riechen. So eine coole Aufnahme.
🙆 Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin, Wissenschaftskommunikatorin und Chemikerin. Mai war auf Einladung der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien.
Was nehme ich mir mit?
- Temperatur ist Bewegung.
Je schneller sich Teilchen bewegen, desto heißer ist ein Stoff. Kälte bedeutet, dass sich die Teilchen langsam bewegen. Bei gut 270 Grad minus ist Schluss: Dann stehen alle Teilchen und es kann nicht mehr kälter werden. In einem Raum hat alles die selbe Temperatur. Außer unser Körper, der arbeitet dagegen.
- Wir bestehen aus Sternenstoff.
Alle 118 Elemente entstanden in Sternen durch Kernfusion. Das ist eine chemische Tatsache und ein absolutes Wunder. Auch unsere Furzmoleküle, wo kleine Teilchen in die Nase unserer Sitznachbarn abhauen, sind aus Sternen entstanden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde das einfach nur geil.
- Nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht gut.
Es gibt künstliche Stoffe, die uns das Leben retten, und natürliche, die uns vergiften, wie etwa der Knollenblätterpilz. Wir müssen mit dieser komischen Unterscheidung aufhören. Vitamin C aus dem Labor ist genau dasselbe wie Vitamin C aus einer Orange.
Folgt Mai Thi auf Instagram: @maithink